Die Kemenate in Orlamünde

 

Ein Gebäude – drei Museen auf 1500 m²

 

  • Heimatmuseum (4.,5. Etage und Dachgeschoss)

Der Ursprung des Heimatmuseums in der Kemenate, das sich inzwischen auf drei Etagen und damit  auf ca. 900 m² Ausstellungsfläche ausdehnt, ist auf das Jahr 1995 zurückzuführen. In diesem Jahr sammelten Schüler der 8. Klasse aus der Regelschule Orlamünde in einer Projektwoche Hausrat und Arbeitsgeräte aus der Landwirtschaft und dem Handwerk aus vergangenen Zeiten. Damit war der Grundstein für das heutige Museum gelegt.

Seitdem kamen unendlich viele Stücke hinzu und die Ausstellung wuchs ständig, sodass die Sammlungen inhaltlich gegliedert werden konnte. So besteht nun in der 4. Etage eine  Wohnbereichsausstellung  mit  einer Schau von alten Waschküchengeräten, einer Küche mit viel Hausrat, einem Ess- und Musikzimmer, einem  Kinder-, Wohn- und Schlafzimmer, einer Näh- und Bügelstube. Ein  Büro der ehemaligen ortsansässigen Spielzeugfirma Knauth wurde nachempfunden.

In der 5. Etage und im Dachgeschoss  werden landwirtschaftliche, handwerkliche Geräte und Werkzeuge gezeigt wie auch alte Geräte von ehemaligen Feuerwehren.

 

 

  • Ausstellung der Geschichte der Kemenate und Wechselausstellungen

Die 300m² große 3. Etage, die einzige Etage mit Fenstern und Tageslicht,  ist zu einer Ausstellungsetage  umgestaltet worden. Sie hat einen völlig anderen Ausstellungscharakter als das Heimatmuseum. Hier werden Exponate aus der Frühgeschichte der Kemenate in Vitrinen präsentiert. Von Tonscherben, -krügen, Zunfttruhen, alten Gefäßen bis hin zu Ritterrüstungen wird das Leben im vorigen Jahrtausend  in der Grafenburg  und Umgebung gezeigt.

Eine Sammlung von Zeichnungen und Malereien aus mehreren Jahrhunderten der Stadt Orlamünde mit ihrer einmaligen Lage auf dem Bergsporn und ihren historischen Gebäuden Kloster, Rathaus, Kirche und Kemenate verschönern die historischen unverputzten Wände.

Gleichfalls wird diese Etage jährlich zum Burgfest im August für aktuelle Ausstellungen genutzt, bisher von jungen Künstlern und in Erinnerung an verstorbene Künstler Orlamündes und der Region.

Museum

 

  • Amtsstube des Reformators Karlstadt, Mitstreiter und Gegenspieler Luthers

Seit 2016, in Vorbereitung des 500 jährigen Reformationsjubiläums, ist das 1. Obergeschoss mit 300m² dem Reformator Andreas Bodenstein, genannt Karlstadt, gewidmet.

Karlstadt wirkte 1524 ein Jahr in Orlamünde als Pfarrer. Sein Leben in dieser Zeit, aber auch seine Rolle in der Reformation und seine Auseinandersetzung mit Martin Luther werden beleuchtet.

Der Besucher kann in „seine Amtsstube“ eintreten und an seinem Leben teilhaben.

Darüber hinaus können besonders interessierte Gäste an dieser Thematik  ein Theaterstück „ Karlstadt, Luther und die Orlamünder“ über das Streitgespräch zwischen Luther und Karlstadt  ansehen. Dieses Theaterstück wurde mehrere Jahre von einer Laienspielgruppe aufgeführt und wird auch im Jubiläumsjahr der Reformation 2017 in Jena und Orlamünde zu sehen sein.

 

Eine Galerie mit Bildern vom Museum und mit neuen Exponaten findet ihr unter dem Menüpunkt Bilder.